Alles fing eigentlich beim Honigkuchen an, der im 11.Jahrhundert in den Klöstern gebacken wurde. Im
Menschen lebt ein natürliches Bedürfnis nach Süßstoffen, das lange Zeit zufriedenstellend nur durch Honig gedeckt werden konnte, anfänglich durch den Honig der Waldbienen. Der Honig verdankte seine hohe Wertschätzung
bei den Völkern der Antike und des Mittelalters nicht allein seines verhältnismäßigen Seltenheit und seinem hohen Zuckergehalt, sondern auch seiner Kreislauf-und verdauungsfördernden Bekömmlichkeit und Nährkraft.
Es liegt auf der Hand, daß die Wertschätzung die man dem Honig zollte, sich auch auf den Lebkuchen übertrug und daß jene Gewerbetreibende, die diesen wichtigen Grundstoff und sein Nebenprodukt, das Bienenwachs
verarbeiteten, hohes gesellschaftliches Ansehen genossen. Dies waren die Pfefferkuchenbäcker, die Wachsgießer und die Kerzenzieher.
Gewerbsmäßige Lebkuchenbäcker traten bereits im 12.Jhdt. auf.
Im 16. Jhdt. erlangte die Lebkuchenbäckerei Bedeutung, als dieses Gewerbe
und die mit ihm verbundene Kunst der Formschnitzerei in Süddeutschland, vor allem in Nürnberg, einen bislang unbekannten Aufschwung erfuhr, der u.a. gerade in Nürnberg durch die für Bienenzucht günstige
Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Gegebenheiten seine Erklärung findet.
Diesen Umstand verdankt die Gegend um Nürnberg Ihren Beinamen
“des Heiligen Römischen Reiches Bienengarten”
Dazu kam noch, daß in Nürnberg mehrere wichtige Handelsstraßen zusammenliefen und die Stadt zu einem maßgeblichen Umschlagsplatz des Gewürzhandels wurde.
Der einfache Honigkuchen, oder Honigfladen, konnte und wurde mit Gewürzen aromatisiert, so daß sich die jetzt würzigen Nürnberger Lebkuchen von den althergebrachten Honigflaten durch Schmackhaftigkeit
auszeichneten.
Diese aromatischen schmackhaften “ Nürnberger Lebkuchen ” wurden zu einem begehrten Geschenkartikel, an dessen Formgebung, Verzierung und Qualität immer höhere Ansprüche gestellt wurden.
Rezepte entwickelten sich und wurden zu bestgehüteten Schätzen der Lebküchner in Nürnberg.
Bis heute werden Sie geheimgehalten.
Der “ Elisen - Lebkuchen “ ist der qualitativ beste Oblatenlebkuchen.
Er darf höchstens 10% Mehl enthalten, mindestens 25% Nüsse und Mandeln müssen verarbeitet werden.
Der Name “ Elisen “
kommt von der Burggräfin ELISE, der man die besonders guten Nürnberger Lebkuchen in die Mark Brandenburg nachschickte und namentlich zueignete.
Der Name “LEBkuchen kommt von Honig-LAIB (rundes Stück)